Was ist Gesichtsstraffung?
Was ist eine Gesichtsstraffung und was soll sie verändern?
Wenn Veränderungen im Gesicht beschrieben werden, hören wir oft Formulierungen wie „Ich sehe müde aus“, „Meine Kieferlinie ist nicht mehr wie früher“ oder „Meine Wangen sind abgesunken“. Hinter diesen Beschwerden können Hauterschlaffung, Veränderungen der Gewebelage oder Volumenveränderungen stehen. Das Facelifting ist ein chirurgischer Ansatz, der diese Probleme behandelt. Nasolabialfalten, das Absinken im Bereich von Wange und Kinn sowie das Erscheinungsbild des Halses können in die Beurteilung einbezogen werden. Die Erklärung der ASPS zum Facelifting fasst Ziele und Umfang des Eingriffs zusammen.
Bei der Untersuchung wird nicht nur ein einziges Foto des Gesichts betrachtet, sondern Ansichten aus verschiedenen Winkeln und Ihre Erwartungen. Die Patientin/der Patient wünscht sich häufig kein stärker gespanntes Gesicht, sondern ein natürlicheres, ausgeruhteres Erscheinungsbild. Daher ist es wichtig zu klären, was „Verjüngung“ für Sie bedeutet. Kieferlinie, Hals oder Mittergesicht können Prioritäten sein; diese sollten im Gespräch getrennt betrachtet werden. Anstatt ein Foto einer anderen Person als Ziel zu wählen, beschreiben Sie, welche Veränderungen an Ihrem eigenen Gesicht Sie stören. Der persönliche Behandlungsplan wird auf dieser Grundlage erstellt.
Absacken, Volumenverlust und Hautoberfläche sind unterschiedliche Themen
Das Facelifting ist kein All‑in‑One‑Paket, das alle Gesichtseigenschaften in einem Eingriff verändert. Volumenverlust, Mimikfalten, Pigmentstörungen und Gewebsersackung sind verschiedene Problembereiche. Chirurgie stoppt die Alterung nicht und hat nicht das Ziel, Ihr Aussehen vollständig in das einer anderen Person zu verwandeln. Für bestimmte Beschwerden können separate Optionen besprochen werden; das bedeutet nicht, dass alles gleichzeitig durchgeführt werden muss. Der Filler‑Leitfaden erläutert die Volumenbeurteilung, der Botox‑Leitfaden erklärt Eingriffe zur Beeinflussung bestimmter Muskelaktivitäten. Dass diese Maßnahmen unter dem gemeinsamen Schlagwort „Verjüngung“ angeboten werden, macht die Methoden nicht gleichwertig.
Beispielsweise ist ein im Ruhezustand auffälliger Kieferlinienverlust ein anderes Ziel als eine bei Lächeln sichtbare Krähenfaltenbildung. Jemand, der über Pigmentflecken klagt, wird durch alleinige chirurgische Neupositionierung der Gewebe nicht stets zufriedengestellt. Es ist hilfreich, Beschwerden in der Prioritätsreihenfolge zu ordnen: Beschreiben Sie zuerst das, was Sie am meisten stört, und dann das Aussehen, das Sie bewahren möchten. Nur aus sehr kurzer Entfernung in den Spiegel oder ausschließlich durch gefilterte Kamerabilder zu schauen, kann Ihre Erwartung unnötig einschränken. Auch wie Sie Ihr Gesicht im Alltag wahrnehmen, sollte Teil des Gesprächs sein.
Was bedeutet Mini‑Facelift, SMAS und Deep‑Plane?
Das Mini‑Facelift beschreibt üblicherweise einen eingeschränkteren Behandlungsumfang, während die SMAS‑Technik Eingriffe an der supportiven Schicht unter der Haut bezeichnet. Beim Deep‑Plane‑Ansatz werden Haut, Fett und SMAS‑Gewebe in einer tieferen Ebene gemeinsam behandelt. Die technischen Bezeichnungen sind nicht automatisch eine Rangfolge des Erfolgs. Der Leitfaden der Cleveland Clinic zu Facelifting‑Typen erläutert diese Unterschiede. In diesem Text wird keine Technik als Standardpraxis oder aufgrund einer Klinikroutine herausgestellt.
Begriffe wie „die neueste Technik“ oder „am längsten haltende Methode“ erklären nicht, warum gerade die empfohlene Operation für Sie geeignet ist. Welche Bereiche behandelt werden, wie die Gewebe bewertet werden, der Schnittplan und mögliche Grenzen sollten ebenfalls besprochen werden. Ein eingeschränkterer Eingriff verspricht nicht zwangsläufig das gleiche Ergebnis wie ein umfassenderes Verfahren. Umgekehrt ist ein umfangreicherer Eingriff nicht automatisch für jede Person geeignet, nur weil der Technikname eindrucksvoll klingt. Fragen Sie im Gespräch nicht nur nach dem Namen der Methode, sondern danach, weshalb diese Methode zu Ihren Beschwerden passt. Wenn diese Verbindung nicht erklärt wird, ist Nachfragen angebracht.
Lesen Sie den Techniknamen immer im Zusammenhang mit dem Behandlungsumfang
| Bezeichnung | Allgemeine Bedeutung | Fragen im Gespräch |
|---|---|---|
| Mini‑Facelift | Begrenzterer Bereich und Schnittführung | Welche Absackungsbereiche bleiben außerhalb des Plans? |
| SMAS | Behandlung der stützenden Schicht unter der Haut | Welche Regionen umfasst der vorgeschlagene Ansatz? |
| Deep‑Plane | Gemeinsame Behandlung der Gewebeschichten in einer tieferen Ebene | Warum wird dieses Ausmaß für meine Erwartung empfohlen? |
| Halsstraffung | Separate Bewertung des Halsbereichs | Werden Gesicht und Hals zusammen oder getrennt geplant? |
Gibt es eine bestimmte Altersgrenze für ein Facelifting?
Die Entscheidung für ein Facelifting wird nicht allein nach dem Alter getroffen. Gesundheitszustand, Faktoren, die die Heilung beeinflussen können, Tabak‑ oder Nikotinkonsum sowie realistische Erwartungen sind wichtig. Zwei Personen im gleichen Lebensalter können sehr unterschiedliche Gewebebeschaffenheit und Prioritäten haben. Die Kandidatenbewertung der ASPS stellt Gesundheit und persönliche Erwartungen in den Vordergrund. Allgemeine Aussagen wie „in diesem Alter sollte man unbedingt operiert werden“ oder „nach diesem Alter gibt es keine Optionen mehr“ ersetzen nicht die Untersuchung. Ebenso wichtig ist, die Entscheidung nicht unter Druck zu treffen, etwa um einem Idealfoto oder dem Wunsch Dritter zu entsprechen.
Sie müssen nicht erst zur Untersuchung kommen, wenn Sie sich bereits sicher für die Operation entschieden haben. Zur Einschätzung von Optionen, zum Kennenlernen von Grenzen oder zur Besprechung des Zeitpunkts ist eine Beratung ebenfalls sinnvoll. Praktische Aspekte wie eine längere Anreise, berufliche Verpflichtungen oder fehlende häusliche Unterstützung beeinflussen den Plan. Das Verhältnis zwischen Ihrem Wunsch und Ihrer Lebensorganisation sollte offen thematisiert werden. Die Erfahrung einer anderen Person („sie war nach einer Woche wieder fit“) ist kein verlässlicher Maßstab für Ihren eigenen Zeitplan. Eignung und das Gefühl, bereit zu sein, sind nicht dasselbe; beides sollte besprochen werden, um eine realistische Entscheidung zu treffen.
Werden Gesicht und Hals gemeinsam behandelt?
Obwohl das Erscheinungsbild von Gesicht und Hals zusammenhängt, sollten die Probleme der beiden Bereiche getrennt betrachtet werden. Ein Plan, der nur das Gesicht umfasst, führt nicht zwangsläufig zu einer kompletten Veränderung des Halses. Unterkieferbereich, Hauterschlaffung unter dem Kinn und die Halsmuskulatur werden in der Untersuchung beurteilt. Fragen Sie explizit, ob Eingriffe am Hals in den Gesichtsplan einbezogen sind. Der Leitfaden zur Halsstraffung behandelt diese Region separat. Eine gemeinsame Planung bedeutet nicht, dass jeder Patient dasselbe Operationspaket benötigt.
Bei Betrachtung von Fotos reicht eine frontale Ansicht oft nicht aus, um Erwartungen an den Hals zu beurteilen. Beschreiben Sie, was Sie von vorne und von der Seite stört. Falls Sie Beschwerden an den Augenlidern haben, benennen Sie diese ebenfalls separat; der Begriff „Facelifting“ bedeutet nicht automatisch, dass alle Probleme rund um die Augen mitabgedeckt sind. Lidchirurgie ist eine eigenständige chirurgische Bewertung. Eine klare Abgrenzung des Umfangs macht sowohl die Erwartung als auch den Vergleich von Kosten und Heilungszeiten verständlicher.
Was wird in der Konsultation besprochen?
In der Untersuchung werden die Gesundheitsvorgeschichte, Allergien, aktuell eingenommene Medikamente, Vitamine und Supplemente, Tabak‑ und Alkoholkonsum sowie frühere Operationen erfragt. Teilen Sie frühere Filler, Fadenliftings oder andere Gesichtsbehandlungen mit. Die Beurteilung des Gesichts, Fotografien, mögliche Optionen, Anästhesie und Risikoberatung sind Bestandteile des Gesprächs. Der ASPS‑Leitfaden zur Beratung fasst diese Themen zusammen. Wenn Sie mit einem früheren Eingriff unzufrieden sind, verschweigen Sie das nicht. Bekannte Produkt‑ und Datumsangaben erleichtern die Besprechung eines möglichen Plans. Geben Sie keine unsicheren Informationen als gesichert an.
Wenn Sie Ihre Erwartungen beschreiben, reichen Aussagen wie „ich möchte nicht zu gespannt aussehen“ allein nicht aus; ergänzen Sie, welche Merkmale Sie mögen oder nicht mögen. Erklären Sie, welche Gesichtsausdrücke und Bewegungen Sie erhalten möchten. Am Ende der Beratung sollten Sie in der Lage sein, den vorgeschlagenen Umfang, die zu erwartende Veränderung und die Grenzen mit eigenen Worten wiederzugeben. Notieren Sie unklare Punkte. Der bloße Name einer Technik reicht nicht aus, um eine Entscheidung zu treffen. Es sollte auch klar sein, wo die Operation stattfindet, wie die Erstversorgung organisiert wird und an wen Sie sich bei unerwarteten Problemen wenden können.
Vorbereitung vor der Operation und häusliche Unterstützung
Zur Vorbereitung können Gesundheitsuntersuchungen oder Tests erforderlich sein. Regelungen zu Medikamenten und Nahrungsergänzungen, Tabakentwöhnung und Hautpflegeempfehlungen werden individuell besprochen. Nehmen Sie kein blutverdünnendes Medikament oder eine Behandlung ohne Rücksprache mit dem verordnenden Arzt eigenmächtig ab. Transport nach Hause und häusliche Unterstützung nach der Operation sollten geplant werden. ASPS weist auf die Organisation von Begleitung und Transport hin. Gehen Sie nicht davon aus, am OP‑Tag selbst mit dem eigenen Fahrzeug nach Hause zu fahren. Klären Sie im Vorfeld, welche Hilfe Sie wie lange benötigen werden.
Ein Ruhebereich zu Hause vorzubereiten, Grundbedürfnisse griffbereit zu haben und Transportmöglichkeiten zu den Kontrollterminen zu organisieren, erleichtert den Ablauf. Fragen Sie das Behandlungsteam, welche Kleidung sinnvoll ist, damit Sie nicht erst nach dem Eingriff enge Kleidung überstreifen müssen. Rückkehr zur Arbeit, Kinderbetreuung, Hausarbeiten und Reisen sollten nicht am gleichen Tag geplant werden. Speichern Sie die Kontaktdaten der Person, die Ihnen anfänglich hilft. Diese Vorbereitung ist praktische Planung und stellt kein Ergebnisversprechen dar; sie soll sicherstellen, dass der Alltag nach der Operation nicht mit den ärztlichen Empfehlungen kollidiert.
Weg von der Entscheidung bis zur Nachsorge – eine Prozessübersicht
Prioritäten festlegen
Beschreiben Sie Erwartungen an Gesicht, Hals, Kieferlinie und Augenregion getrennt. Teilen Sie Gesundheits‑ und Informationen zu früheren Eingriffen mit.
Umfang klären
Lassen Sie sich neben dem technischen Namen die geplanten Regionen, Schnitte, die Anästhesie, Grenzen und möglichen Risiken erklären.
Die ersten Tage planen
Vervollständigen Sie Planung zu Begleitung, Transport, Pflege und Kontrollen. Verwenden Sie nicht eine Internetliste, sondern die Ihnen ausgehändigten Anweisungen.
Das Ergebnis verfolgen
Beurteilen Sie Schwellungen und Gewebeveränderungen in zeitlich gestaffelten Nachkontrollen. Das erste Foto ist nicht das endgültige Ergebnis.
Allgemeine Operationsschritte und Schnittplanung
Die Wahl der Anästhesie wird individuell und abhängig vom Operationsumfang erklärt. Lage und Länge der Schnitte hängen ebenfalls von der Methode ab. Bei traditionellen Verfahren können Schnitte im Haaransatz und um das Ohr verlaufen; die betreffenden Gewebe werden neu positioniert, die Haut angepasst und überschüssige Haut entfernt. Eingeschränkte Verfahren haben andere Schnittführungen und Umfänge. ASPS beschreibt die chirurgischen Phasen und zeigt grundlegende Unterschiede. Hier wird keine einzelne Operationsdauer oder eine patientenspezifische technische Anleitung angegeben. Die Details des Plans erfahren Sie von dem operierenden Arzt.
Ein Facelifting ist nicht vollständig narbenfrei. Wo die Schnitte liegen und wie sie zum Haaransatz und Ohr verlaufen, sollte in der Beratung gezeigt werden. Das Erscheinungsbild der Narben hängt von Ihrer Heilung und dem Umfang der Operation ab. Die Aussage „die Narbe wird versteckt“ bedeutet nicht „es entsteht keine Narbe“. Fragen Sie, welche Bereiche sichtbar sein könnten, wenn Sie Ihr Haar hochstecken oder kurz tragen. Wenn Sie Erfahrungen mit früheren Narben oder deren Heilung haben, teilen Sie diese mit. Realistische Erwartungen umfassen nicht nur die Konturveränderung, sondern auch Schnittführung und Heilungsverlauf.
Heilung nach dem Facelifting und Rückkehr zur Arbeit
Nach der Operation können Verbände oder bei Bedarf Drainagen vorhanden sein. Pflegehinweise zu Medikamenten, Kontrollen, Duschen und Alltagsaktivitäten werden individuell erklärt. Die Beurteilung von Schwellungen, Blutergüssen und Veränderungen des Gewebes braucht Zeit. Der ASPS‑Leitfaden zur Erholung betont die Bedeutung eines individuellen Nachsorgeplans. Übernehmen Sie nicht automatisch die Pflegemaßnahmen einer Bekannten oder eines Angehörigen. Fragen Sie, bevor Sie Massagen, Druck, Wärme oder neue Hautpflegeprodukte anwenden. Die Empfehlungen Ihres Operationsteams haben Vorrang vor allgemeinen Internetempfehlungen.
Die NHS‑Patienteninformation weist darauf hin, dass die Rückkehr zur Arbeit und zum Alltag Wochen dauern kann und das endgültige Erscheinungsbild länger benötigt, um beurteilt zu werden. Diese Zeitangaben sind keine persönliche Garantie. Büro‑, körperlich schwere Arbeit, längere Reisen und intensiver Sport werden unterschiedlich beurteilt. Lesen Sie den NHS‑Leitfaden zum Facelifting als allgemeinen Rahmen. Wählen Sie das Operationsdatum nicht zu nahe an einem wichtigen Ereignis, ohne Ihren Zeitplan und Kontrollbedarf zu besprechen. Urteilen Sie nicht über das Endresultat anhand des frühen Erscheinungsbilds in den ersten Tagen.
Risiken, Nachsorge und Notfälle
Beim Facelifting können Blutungen und Hämatome, Infektionen, Flüssigkeitsansammlungen, Sensibilitätsstörungen, Probleme der Wundheilung, unerwünschte Narben oder Asymmetrien auftreten. Es besteht das Risiko einer Schädigung der Gesichtsnerven, Hautverlustes sowie anästhesiologischer und thromboembolischer Komplikationen. Die ASPS‑Risikoinformation erklärt mögliche Komplikationen. Die moderne oder umfangreiche Bezeichnung einer Technik beseitigt diese Risiken nicht. Fragen Sie vor dem Eingriff, wie Ihr individueller Gesundheitszustand das Risiko beeinflusst und welche Versorgung bei unerwarteten Problemen vorgesehen ist. Die Nachsorge darf nicht als einfache Fotokontrolle über digitale Meldungen verstanden werden.
Informieren Sie das Behandlungsteam unverzüglich bei plötzlich zunehmender Schwellung, neu auftretenden starken Schmerzen, übermäßiger Nachblutung oder Fieber. Bei Atembeschwerden oder Brustschmerzen zögern Sie nicht und suchen Sie sofort eine Notfallabteilung auf, ohne auf eine Nachricht zu warten. Es ist nicht sinnvoll, jeden Befund als normale Heilung zu interpretieren. Die Mayo Clinic bietet ergänzende Patienteninformationen. Dieser Text ersetzt keine individuelle Diagnostik oder Anweisungen zur Selbstbehandlung; er soll dazu dienen, Situationen zu erkennen, die ärztliche Hilfe erfordern.
Haltbarkeit, Kosten und Vorher‑Nachher‑Vergleich
Eine Operation stoppt die Alterung nicht. Die Beurteilung des Ergebnisses erfolgt schrittweise, während Schwellungen und Blutergüsse abklingen; die individuellen Gewebe‑ und Lebensstilfaktoren verändern sich weiterhin im Laufe der Zeit. Der ASPS‑Leitfaden zu Ergebnissen betont Heilungsverlauf und persönliche Unterschiede. Für eine Technik wird nicht allen Patientinnen und Patienten dieselbe Anzahl Jahre oder dasselbe Aussehen versprochen. Vorher‑Nachher‑Fotos sollten Winkel, Licht, Gesichtsausdruck und Aufnahmezeitpunkt ähnlich sein. Betrachten Sie Beispiele mit abweichenden Posen oder Make‑up nicht als Beleg für ein konkretes Endergebnis.
Beim Vergleich von Kosten für ein Facelifting beachten Sie nicht nur den Techniknamen, sondern vergleichen Sie den Umfang: Gesicht und Hals, zusätzliche Eingriffe, Anästhesie, Operationsumgebung, Nachkontrollen und die Organisation eventueller weiterer Behandlungen sollten erklärt sein. Ohne eine aktuelle und verifizierbare Gebührenliste der Klinik werden hier keine Zahlen genannt. Bitten Sie um eine schriftliche Leistungsbeschreibung, um zu überprüfen, ob verschiedene Angebote das Gleiche abdecken. Nach Klärung Ihrer Fragen können Sie über die Kontaktseite einen Beratungstermin vereinbaren. Informationssuche bedeutet nicht automatisch Entscheidungsreife; nehmen Sie sich Zeit, die Optionen zu bedenken.
Kurze Checkliste für das Beratungsgespräch
- Beschreiben Sie Ihre Prioritäten für Gesicht und Hals getrennt.
- Teilen Sie frühere Operationen, Filler und Fadenliftings mit.
- Lassen Sie sich Umfang, Schnitte und Grenzen zusammen mit dem Techniknamen erklären.
- Klären Sie Begleitung, Kontrolltermine, Rückkehr zur Arbeit und Pflegeplanung.
- Wissen Sie, wie Sie das Behandlungsteam bei unerwarteten Symptomen erreichen können.
Erwartungsmanagement bei der ersten Fernberatung
Wenn Sie erste Informationen aus der Ferne wünschen, formulieren Sie Ihre Nachricht kurz und präzise. Zum Beispiel ist „Ich möchte Informationen zu Kieferlinienabsackung und Hals‑Erscheinungsbild“ aussagekräftiger als nur die Nennung einer Technik. Geben Sie frühere Eingriffe an, aber stellen Sie medizinische Unterlagen oder persönliche Fotos nicht in öffentlichen Kommentarfeldern zur Verfügung. Falls Fotos angefordert werden, fragen Sie nach dem Verwendungszweck und nach sicheren Übertragungswegen. Bedenken Sie, dass die Fernkommunikation nicht die detaillierte klinische Untersuchung ersetzt. Aus einem Foto allein lassen sich keine endgültigen Aussagen zum Operationsumfang oder zum Ergebnis treffen.
Notieren Sie vor dem Gespräch Ihre Fragen, damit Sie wichtige Punkte nicht vergessen. Die vier Anfangsfragen können sein: das stärkste Problem, die gewünschte Veränderung, welche Mimik erhalten bleiben soll und welcher Zeitraum für die Erholung eingeplant werden kann. Warten Sie nach den Antworten nicht übereilt mit einer Methodenwahl; klären Sie offene Punkte. Die Entscheidung sollte ein Prozess sein, in dem Ihre Erwartung und die medizinische Bewertung zusammengeführt werden.
Häufig gestellte Fragen
Ist Deep‑Plane bei jeder Person die beste Methode?
Der Name einer Technik allein legt die persönliche Eignung nicht fest. Es muss erklärt werden, wie der Umfang mit Ihrer Beschwerde zusammenhängt. Ohne Untersuchung werden keine Vergleiche oder Garantien zu Ergebnis und Risiko gegeben.
Verbessert ein Facelifting auch die Augenlider?
Die Planung der Augenlider sollte separat erfolgen. Der Begriff Facelifting bedeutet nicht automatisch, dass alle Probleme rund um die Augen in die Operation einbezogen sind.
Geben nicht‑operative Methoden das gleiche Ergebnis?
Muskelaktivität, Volumen und Gewebelage sind unterschiedliche Ziele. Erwarte nicht denselben Umfang wie bei einer Operation. Passende Optionen und deren Grenzen werden in der persönlichen Beurteilung besprochen.
Verwandte Themen finden Sie im Leitfaden zur Halsstraffung, in der Lidchirurgie, im Filler‑ und im Botox‑Leitfaden. Allgemeine Aussagen wurden mit ASPS, NHS, Mayo Clinic und Cleveland Clinic verglichen. Ihr persönlicher Operationsplan ist unabhängig von diesen allgemeinen Informationen zu bewerten.
Wofür der Eingriff in Frage kommt
Nicht jede Patientin und jeder Patient erhält dieselbe Behandlung; die folgenden Punkte können je nach Person gemeinsam oder einzeln betrachtet werden:
- 01Die Erschlaffung von Gesicht und Kieferlinie zu adressieren und realistische, zur individuellen Gesichtsform passende Ziele zu definieren. Es wird nicht versprochen, in ein bestimmtes Lebensalter zurückzukehren, narbenfreie Ergebnisse zu erzielen oder das Altern vollständig zu stoppen.
Für wen kommt der Eingriff in Frage?
Für wen kommt der Eingriff in Frage?
Haut und Weichteile, Gesichtsmimik, frühere Eingriffe und der allgemeine Gesundheitszustand werden beurteilt. Tabak‑ oder Nikotinkonsum, Medikamente und bisherige Heilungsverläufe sind wichtig. Erwartungen sollten mit dem abgeglichen werden, was die Operation leisten kann; auch der Verzicht auf eine Intervention ist eine mögliche Option.
Ohne Untersuchung lässt sich nicht behaupten, dass eine einzelne Facelifting‑Technik für alle überlegen oder passend ist.
Ablauf
Welche Bereiche behandelt werden, Schnittführungen, Anästhesie und der Bedarf an zusätzlichen Eingriffen werden in der Beratung erläutert. Besonders wichtig sind Informationen zu früheren Fillern, Fadenliftings oder Operationen. Für die Heilungszeit sollten häusliche Hilfe, Kontrolltermine und die Rückkehr ins Berufsleben vorab geplant werden. Die Wahl der Technik sollte nicht allein anhand werblicher Bezeichnungen erfolgen.
Ergebnisse und realistische Erwartungen
Die Beurteilung des Ergebnisses erfolgt, während Schwellungen abklingen und die Gewebe sich erholen. Das Altern setzt sich fort; das Ergebnis ist keine dauerhafte Fixierung des Alters. Asymmetrien oder Narben können bestehen bleiben und gegebenenfalls weitere Korrekturen erfordern.
Risiken und Grenzen
Blutung und Hämatom, Infektion, Hautverlust, schlechte Wundheilung, auffällige Narben, Haarverlust im Bereich des Haaransatzes und dauerhafte Sensibilitätsveränderungen können auftreten. Eine Verletzung des Gesichtsnervs kann Muskelschwäche verursachen. Zudem sind anästhesiologische Risiken und thromboembolische Komplikationen zu berücksichtigen. Diese Risiken und Ihr persönliches Risikoniveau sollten vor der Operation erläutert werden.